Goldmarkt in Aufruhr: Bricht das COMEX-"Fixing" zusammen?
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Der Goldmarkt steht an einem Wendepunkt - und diesmal könnte es das Ende eines jahrzehntelangen "Fixing"-Spiels an der COMEX bedeuten. Während die Mainstream-Medien mit oberflächlichen Erklärungen wie Zöllen und Arbitrage jonglieren, deutet die Realität auf ein viel tiefgreifenderes Problem hin: Ein Währungsbeben und der schwindende Glaube an Fiatgeld.
Der Goldmarkt steht an einem Wendepunkt - und diesmal könnte es das Ende eines jahrzehntelangen "Fixing"-Spiels an der COMEX bedeuten. Während die Mainstream-Medien mit oberflächlichen Erklärungen wie Zöllen und Arbitrage jonglieren, deutet die Realität auf ein viel tiefgreifenderes Problem hin: Ein Währungsbeben und der schwindende Glaube an Fiatgeld.
20 Millionen Unzen zur COMEX: Was steckt hinter dem Goldansturm?In den letzten Wochen wurden laut Philip Smith, dem CEO von StoneX Group, über 2.000 Tonnen Gold in die USA transferiert - das entspricht etwa 56 Millionen Unzen. Davon flossen direkt 20 Millionen Unzen in die Lager der New Yorker COMEX, was deren Bestände um beeindruckende 75 % ansteigen ließ. Diese massive Bewegung von physischem Gold in die USA ist eine der größten seit der COVID-19-Pandemie und haben die Reserven in Londonin Bedrängnis gebracht.Die Spekulationen überschlagen sich: Während einige Medien über mögliche Zölle auf Goldimporte als Erklärung für die gewaltigen Goldströme in die USA spekulieren, könnte die Wahrheit deutlich brisanter sein. Droht der COMEX hinter verschlossenen Türen ein Notstand?Ein solcher Notstand könnte auf ernsthafte Probleme bei der Deckung physischer Lieferverpflichtungen oder sogar auf eine potenzielle Liquiditätskrise hindeuten. Beobachter vermuten, dass diese Probleme eng mit dem Price Fixing der COMEX verbunden sein könnten - einem System, das nun an seine Grenzen stößt.
Rekordnachfrage nach physischem Gold: Februar 2025 erreicht Allzeithoch bei COMEX-Lieferungen
Das "Fixing"-Spiel der COMEXPrice Fixing im Goldmarkt könnte passieren, wenn große Banken den Goldpreis künstlich drücken, indem sie riesige Mengen an Short-Kontrakten auf der COMEX-Börse verkaufen - oft ohne tatsächlich physisches Gold zu besitzen. Diese Short-Positionen sind Wetten auf fallende Preise und basieren größtenteils auf Papiergold, also virtuellem Gold, das nicht wirklich existiert.Analysten zufolge könnten bis zu 96 % dieser Wetten rein spekulativ sein, während nur 4 % durch echtes Gold gedeckt sind. Das würde bedeuten, dass der Großteil des gehandelten Goldes niemals physisch geliefert wird, sondern lediglich auf dem Papier existiert - was das Potenzial zur Preismanipulation birgt.
Ein reales Beispiel dafür ist der JPMorgan-Skandal von 2020: Händler bei JPMorgan setzten gezielt massive Short-Positionen ein, um den Goldpreis zu drücken und möglicherweise selbst davon zu profitieren. Sie nutzten eine Technik namens Spoofing, bei der große Verkaufsaufträge platziert und vor der Ausführung storniert wurden, um die Preise zu manipulieren. Zur Beilegung dieser Vorwürfe zahlte JPMorgan eine Strafe von über 920 Millionen US-Dollar, die damals höchste jemals von der US-Finanzaufsicht CFTC verhängte Strafe.
Extrend & PretendIm Goldmarkt gibt es eine wenig beachtete, aber entscheidende Taktik namens "Extend & Pretend". Hierbei verlängern Händler ihre Short-Positionen immer wieder, anstatt physisches Gold zu liefern. Normalerweise müssten sie am Ende der Laufzeit die Goldkontrakte zurückkaufen oder echtes Gold ausliefern, doch um diese echten Lieferungen zu vermeiden, verlängern sie einfach ihre Short-Kontrakte ("Extend") und tun so, als wäre alles gedeckt ("Pretend"). So bleibt die Illusion einer stabilen Versorgung erhalten, während tatsächlich kaum physisches Gold im Umlauf ist.Doch laut Matthew Piepenburg, dem Commercial Director bei Matterhorn Asset Management, hat sich das Spiel verändert: Open Interest, also die Nachfrage nach physischer Auslieferung, ist um 750 % gestiegen. Immer mehr Akteure - darunter Nationalstaaten und Zentralbanken - verlangen physisches Gold außerhalb des COMEX-Systems. Sie wollen keine Papieransprüche mehr, sondern echtes Gold, sicher verwahrt fernab des Finanzsystems.
Laut Piepenburg ist der Grund dafür klar: In Krisenzeiten vertraut man physischem Gold mehr als jeder Fiat-Währung. Wie Piepenburg betont: "Wenn die Welt Goldstapel fern des Bankensystems anlegt, dann hat das einen guten Grund - Gold ist ehrlicher als Papier, Bytes und Politik." Dieses Vertrauen in physisches Gold zeigt sich auch bei den Zentralbankkäufen, die im letzten Jahr auf einem historisch hohen Niveau waren und voraussichtlich auch in diesem Jahr stark bleiben könnten. Es scheint, als hätte die Welt erkannt, dass das Spiel mit Papiergold und Extend & Pretend nicht ewig funktionieren kann.
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Mit den steigenden Auslieferungswünschen an der COMEX wird es zunehmend schwieriger, das Spiel mit den Short-Positionen fortzusetzen. Je mehr Investoren auf physische Auslieferung bestehen, desto weniger kann der künstliche Verkaufsdruck auf den Goldpreis aufrechterhalten werden.
Bisher hat die COMEX ihre Vorräte aufgestockt, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Doch wenn die Nachfrage weiter steigt, könnte die COMEX langfristig an ihre Grenzen stoßen. Bereits jetzt sind viele Reserven stark beansprucht, ähnlich wie in London, wo Banken gezwungen waren, Gold zu leihen, um die Nachfrage zu decken. Sollte dieser Trend anhalten, könnte dies zu einem weiteren Anstieg des Goldpreises führen und die Stabilität des Papiergold-Systems nachhaltig erschüttern.
Gold als Rettungsanker: Warnsignale für das Fiat-WährungssystemMatthew Piepenburg sieht die steigende globale Goldnachfrage als Zeichen eines strukturellen Problems des Fiat-Währungssystems. Seit der Abkopplung des US-Dollars vom Goldstandard 1971 haben Fiat-Währungen über 99 % ihrer Kaufkraft verloren, was das Vertrauen in Papiergeld erschüttert. Für Piepenburg spiegelt die Flucht in Gold das schwindende Vertrauen in ein schuldenbasiertes Geldsystem wider, das langfristig nicht nachhaltig ist. Er erwartet daher eine Neubewertung von Gold oder sogar einen globalen Währungsneustart.Auch andere Experten wie John Rubino warnen vor extremer finanzieller Fragilität und einer bevorstehenden Rezession. Rubino verweist auf das immense Schuldenwachstum der USA und auf überbewertete Aktienmärkte, die zunehmend von realwirtschaftlichen Fundamentaldaten abgekoppelt sind. Seiner Meinung nach steht das Finanzsystem vor einer massiven Korrektur, während ikonische Investoren wie Warren Buffett bereits hohe Cash-Reserven aufbauen, um auf fallende Märkte vorbereitet zu sein.Während die COMEX um ihre Deckungsfähigkeit kämpft und das Vertrauen in Fiat-Währungen schwindet, zeigt sich eine bemerkenswerte Gegenbewegung bei den Minenunternehmen. Physisches Gold wird zunehmend als sicherer Hafen gesucht - und wer liefert das Gold? Minenunternehmen, die es aus der Erde holen und den globalen Markt versorgen.
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US-Aktienmarktbewertung erreicht 289 % der Geldmenge - Höchster Stand seit der Dotcom-Blase
Ein Wendepunkt auch für Minenunternehmen?Laut Tavi Costa, Portfoliomanager bei Crescat Capital lohnt es sich, den Fokus auch auf die Minenunternehmen zu richten, denn hier zeichnen sich laut ihm fundamentale Verbesserungen ab. Cash Flow per Share steigt rapide an und hat nun das höchste Niveau seit 13 Jahren erreicht. Dieses starke Wachstum bei den Cashflows der Goldminenunternehmen erinnert Tavi Costa an das, was zuvor in der Energiebranche zu beobachten war.
Dort herrschte über Jahre hinweg Skepsis, und viele Investoren verloren den Glauben an die Rentabilität des Sektors - genau zum falschen Zeitpunkt. Die Energieunternehmen wurden schließlich hochprofitabel und effizient, und eine ähnliche Transformation könnte jetzt auch bei den Goldminenunternehmen stattzufinden.
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Cash Flow der Goldminen auf dem höchsten Stand seit 13 Jahren
Einige große Goldminenunternehmen profitieren schon jetzt von diesen Entwicklungen, aber auch Juinior Mining Unternehmen könnten in Zukunft von diesem Wendepunkt beflügelt werden. Loncor Gold erschließt in der Demokratischen Republik Kongo die Adumbi-Goldlagerstätte mit 3,66 Millionen Unzen Gold und einem Potenzial von bis zu 9,6 Millionen Tonnen im Untertagebau. Laut dem Management könnte das laufende 11.000-Meter-Bohrprogramm die Ressourcen auf 5 Millionen Unzen erweitern, was sie ihrer Meinung nach zu einer Top-Tier-Lagerstätte machen würde. Dies könnte auch größere Unternehmen anlocken, die an strategischen Übernahmen interessiert sind.
Auch im Lithiumsektor könnte sich erhebliches Potenzial entfalten. Kali Metals Limited hat sich strategisch auf die Erkundung von Lithiumvorkommen in Australien fokussiert und sich mit SQM, einem der weltweit führenden Lithiumproduzenten, verbündet. Laut dem Management verschafft diese Partnerschaft Kali Metals einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil, da sie Zugang zu modernster Technologie und umfassendem Know-how im Lithiumabbau ermöglicht. Mit dieser starken Position und der wachsenden Nachfrage nach Batteriemetallen könnte Kali Metals zu einem zentralen Akteur im globalen Lithiummarkt aufsteigen.
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